Triathlon-Fahrrad Test: Die besten Triathlonräder

Du stellst dich der ultimativen Herausforderung für Ausdauersportler und möchtest einen Triathlon absolvieren? Dann benötigst du die richtige Ausstattung, um die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen bestmöglich meistern zu können. Insbesondere auf der Straße kannst du mit deinem Bike wertvolle Zeit verlieren, aber auch herausholen. Für deine maximale Performance gibt es einige Punkte, auf die du beim Kauf eines Triathlonrads achten solltest.

Ratgeber: Die besten Triathlonräder kaufen

Vorteile des Triathlonrad

Zwischen dem Renn- und Triathlonrad gibt es zwei wesentliche Unterschiede: Die Geometrie und der Aerolenker. Doch welche Vorteile bringt es dem Athleten?
Der Rahmen der Triathlonräder hat eine andere Geometrie als der des Rennrads. Aufgrund des kürzeren Oberrohrs und einem deutlich vergrößerten Winkels (78 Grad und mehr) haben Triathlonräder einen steileren Sitzwinkel.

Der große Vorteil dabei liegt in der Haltung des Fahrers. Sein Bauchbereich ist offener, was nicht nur angenehmer ist, sondern auch die Atmung und Verdauung während des Wettkampfs erleichtert. Durch die bessere Versorgung mit Sauerstoff und Aufnahme der notwendigen Energie hat der Sportler auch beim anschließenden Lauf größere Kraftreserven.

Der Aerolenker sorgt für einen geringeren Luftwiderstand. Statt des gebogenen Rennradlenker hat ein Triathlon-Bike einen Liegeaufsatz sowie einen Hornlenker. Durch die verbesserte Aerodynamik benötigt der Fahrer weniger Kraft, um die gleiche Strecke zurückzulegen.
Die Haltung auf einem speziellen Rad für Triathleten entlastet zudem den Schenkelbeuger im hinteren Oberschenkel. Da dieser langsamer ermüdet, kann der Sportler beim Laufen längere Schritte machen und somit eine bessere Zeit erreichen.

Nachteile eines Triathlonrads

Neben den Vorteilen gibt es natürlich auch Nachteile, die insbesondere durch die Geometrie des Rahmens. Der Schwerpunkt des Fahrers verschiebt sich, sodass das Gewicht ca. 30:70 hinten und vorne verteilt ist. So sitzt der Triathlet weiter vorn über dem Tretlager, wodurch die Maschine kopflastiger wird.

Das führt dazu, dass das Rad sich deutlich unruhiger lenken lässt und mehr Athletik sowie Übung vom Fahrer erforderlich sind. Vor allem auf kurvigen Strecken verliert man in den Kurven mehr Zeit, da die Geschwindigkeit reduziert werden muss. Anschließend kostet das Herausbeschleunigen viel Kraft. Auch in den Bergen bringt das Triathlonrad eher Nachteile. Sobald man aus den Sattel muss, wird das Rad instabil. Auch für das Fahren in der Gruppe ist das Bike eher ungeeignet, da man schnell reagieren muss und ruckartige Bewegungen ein erhöhtes Risiko darstellen. Beim Sprint hat man aufgrund des Rahmenbaus ebenfalls schlechtere Karten.

Auf hochwertige Materialien achten

Aufgrund der vorteilhaften Bauweise lohnt sich die Investition in ein spezielles Bike für ambitionierte Sportler dennoch, auch wenn es deutlich kostenintensiver ist. Wichtig ist es, beim Kauf auch auf ein geringes Gewicht zu achten sowie auf hochwertige Teile:

  • Aerodynamischer Rahmen
  • Leichte Fahrradteile
  • Hochwertige Materialien
  • Liegeaufsatz und Hornlenker für mehr Komfort
  • Steiler Sitzwinkel und flache Sitzposition
  • Detaillösungen am Rahmen für unkomplizierten Zugriff auf Getränk und Energieriegel

Vor allem bei Schaltung und Bremsen sollte die Qualität der von Shimano- oder SRAM-Komponenten entsprechen. Das gilt für den Liegeaufsatz, die Reifen und natürlich den Rahmen.

Vorgegebene Ausstattung

Die Deutsche Triathlon-Union (DTU) legt für Wettbewerbe ohne Windschattenfreigabe einige Richtlinien fest und regelt, was an einem Triathlon-Fahrrad angebracht sein darf und was nicht.

  • Lenkeraufsatz darf nach vorne hin nicht offen sein
  • Bremshebel müssen nach hinten ragen
  • Vorder- und Hinterrad müssen gleich groß sein
  • Rad darf maximal zwei Meter lang sein
  • Windabweisern sind in jeder Form verboten

Auch für den öffentlichen Straßenverkehr müssen einige Regeln beachtet werden. Straßenverkehrstauglich ist ein Fahrrad im Allgemeinen immer dann, wenn eine geeignete Lichtanlage, genügend Reflektoren, eine helltönende Glocke und zwei voneinander unabhängige Bremsen angebaut sind.

FAQ: Häufige Fragen zum Triathlonrad beantwortet

Wie viel Geld sollte ich ausgeben?

Unter 2000 Euro Budget solltest du dich nach einem guten Rennrad umsehen, denn in dieser Preisklasse gibt es leider kaum brauchbare echte Triathlonräder. In der Preisklasse von 2000 bis 3000 Euro findest du bereits Räder mit einer sehr guten Ausstattung. Dank einiger Carbon-Teile ist das Gewicht deutlich reduziert und du bekommst schon eine hochwertige Felgenbremse.
Mechanische Felgenbremsen oder hydraulische Scheibenbremsen sind in der Oberklasse standard. Dort ist zudem die Schaltung nochmal deutlich verbessert und das Gewicht sowie die Aerodynamik sind weiter optimiert. Allerdings liegen die Preise schon zwischen 3000 und 4000 Euro. Nach oben ist allerdings kein Limit gesetzt. In der High-End Klasse finden sich nicht selten Räder über 10.000 Euro. Deren Teile bestehen fast nur aus Carbon und wiegen fast nichts mehr. Natürlich sind Bremsen und Schaltung auf dem höchsten Niveau.

Wie finde ich den optimalen Sattel?

Den einen perfekten Sattel gibt es nicht. Wichtig ist, sich individuell beraten zu lassen und verschiedene Sattel zu testen. Zu Beginn jeder Probefahrt verursacht der Sattel Schmerzen, da sich die Knochenhaut leicht entzündet. Das ist völlig normal. Nach mehreren Touren sollten die Schmerzen allerdings verschwinden.
Du solltest vor dem Kauf deine Sitzhöcker vermessen lassen. Denn dieser Abstand bestimmt die Breite deines Sattels. Es soll schließlich zu keiner Reibung an den Oberschenkeln kommen.
Natürlich solltest du nur zu einem geschlechtsspezifischen Sattel greifen. Die Aussparung beim Triathlonsattel für Männer verläuft längs über die Mitte, bei einem Damensattel befindet sich die Vertiefung im vorderen Bereich.

Wie stelle ich die richtige Sattelhöhe ein?

Klinke dein Fahrrad am besten in einen Radtrainer ein und setze dich auf das Bike. Stelle die Kurbel senkrecht und setze deine Ferse auf das untere Pedal. Dein Bein sollte gerade durchgestreckt sein. Oder du benutzt folgende Formel:
Schrittlänge x 0,885 = Sattelhöhe (Mitte des Tretlagers bis zur Satteloberkante)
Bei der richtigen Sitzposition sparst du Energie und entlastest zudem deinen Magen. Daher ist es wichtig, seine perfekte Sitzposition zu finden und diese regelmäßig zu überprüfen.

Fazit

Triathlon ist eine der am schnellsten wachsenden Sportarten, sodass mittlerweile auch die Auswahl an hochwertigem Equipment sehr umfangreich ist. Triathleten brauchen natürlich sowohl im Training als auch im Wettkampf eine sportartspezifische Ausrüstung, um immer bessere Leistungen bringen zu können.
Ob sich für dich die Investition in ein echtes Triathlonrad lohnt, hängt davon ab, wie intensiv du diesen Sport ausüben möchtest. Natürlich lässt sich ein Triathlon mit jedem beliebigen Fahrrad absolvieren, aber deine Zeit wird vom Equipment stark beeinflusst. Es zählen vor allem die Aerodynamik und das Gewicht.

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