Was ist Bouldern?

Das Bouldern erlebte in den letzten Jahren einen Trend-Sprung und gehört heute zu den beliebten Disziplinen im Klettersport. Dabei handelt es sich um das Klettern an Wänden, die eine sichere Absprunghöhe vorweisen. Auf diese Weise wird im Falle eines Sturzes die Verletzungsgefahr des Sportlers massiv verringert. Mittlerweile finden Weltmeisterschaften und andere internationale Wettbewerbe im Bouldern statt, bei denen sich die Elite des Bouldern-Sports trifft, um an künstlichen Kletterwänden oder realen Felswänden in der Natur ihre Künste vorzuführen.

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist, dass Bouldern generell ohne Kletterseil oder einen Gurt durchgeführt wird. Übt man diesen Sport in der freien Natur an Felsen aus, so dienen hier lediglich die Beschaffenheiten des Steins als Haltemöglichkeiten. Bei künstlichen Kletterwänden werden in der Regel Griffe angebracht, an denen sich die Sportler festhalten können. Auch wenn es sich beim Bouldern um einen neuen Trend-Sport zu handeln scheint, so gibt es diesen Sport tatsächlich schon seit über 100 Jahren.

Die Geschichte des Boulderns

Der Ursprung des Bouldern geht auf das 19. Jahrhundert zurück und ist in Europa zu finden. In Frankreich sollen die ersten Schritte dieses Klettersports getätigt worden sein. Als Kletterflächen dienten Sandsteinfelsen, auf deren Grundlage der Fortschritt des Bouldern gelegt wurde. Mitte des 20. Jahrhunderts nahm das Bouldern dann langsam die heutige Form an. Zwei Männer hatten einen großen Anteil daran, dass dieser Klettertypus eine solche Beliebtheit gewann. Einer davon war der Deutsche Wolfgang Fietz. Betrachtet man die Geschichte des Boulderns, so wird einem jedoch vor allem der Name John Gill begegnen. Der US-Amerikaner verlieh dem Boulder-Sport durch neue Kletterformen einen neuen Reiz und schaffte es zudem auch, den Sport auf diese Weise dynamischer zu gestalten, was vor allen heute viele Fans in Begeisterung versetzt.

Ausrüstung: Das braucht man für das Bouldern

Ein großer Pluspunkt bei dieser Klettervariante ist, dass man den Sport schon mit wenig Ausrüstung durchführen kann, welche zudem auch günstig zu erwerben ist. Tatsächlich braucht man nur wenig Zubehör, um sich als Einsteiger zum ersten Mal an die Wände zu wagen. Wichtig sind vor allem hochwertige Kletterschuhe, denn diese sorgen dafür, dass der Sportler einen festen Halt an den Wänden hat. Daher sollte man bei dem Kauf der Kletterschuhe für das Bouldern darauf achten, qualitative Kletterschuhe zu wählen, welche ihren Nutzen erfüllen.

Zwar übt man das Bouldern generell an Wänden aus, die keine hohe Fallhöhe zu bieten haben, aber dennoch sollte man sich mit einer Bouldermatte absichern. Diese legt man unter die Felswand, sodass sie einen potenziellen Fall abfedern kann. Sicherheit geht auch beim Bouldern vor. Die Verwendung von Magnesium ist im Bouldern durchaus weit verbreitet. Man erhofft sich damit einen besseren Griff. Daher haben die meisten Boulderer auch einen Magnesiabeutel dabei.

Wer in der Halle an künstlichen Wänden klettert, kann sich zudem mit einer Reinigungsbürste behilflich sein, mit welcher man die Griffe bei starken Verschmutzungen reinigen kann. Manche Sportler schützen sich zudem mit einem Tapeverband, den man in jedem Sportgeschäft erwerben kann.

  • Folgende Ausrüstung sollte sich jeder Boulderer zulegen:
  • Hochwertige Kletterschuhe
  • Magnesiabeutel
  • Tapeverband
  • Bouldermatte zur Sicherheit
  • Eventuell Handschuhe

Regelkunde: So funktioniert das Bouldern:

Beim Wettkampfbouldern folgt der Sportler einer fest vorgegeben Route, welche meist durch farbige Griffe vorgegeben ist. Die Farben stehen hierbei in der Regel für die Schwierigkeit des nächsten Griffs. Manchmal sind auch farbige Kärtchen angebracht, um die Schwierigkeit auszuweisen. An natürlich Felsen gibt es von der Natur gestaltete Hindernisse, während man bei künstlichen Kletterwänden mit der Hilfe von Volumen dafür sorgt, dass die Schwierigkeit variiert. Die Strecke ist in sogenannte Probleme eingeteilt, wobei jedes Problem einige Griffe vorweist. Die Strecken variieren in der Länge. Bei professionellen Wettkämpfen dürfen es jedoch maximal 12 Probleme sein. Um die Schwierigkeit einer Boulderstrecke festzulegen, gibt es diverse Bewertungssysteme, an denen man sich orientieren kann. Natürlich spielt auch der Faktor Zeit eine wichtige Rolle.

Wie gefährlich ist Bouldern?

Bouldern findet generell ohne eine Absicherung wie einem Seil statt. Daraus resultiert, dass der Sportler jederzeit stürzen kann, sollte er den Halt verlieren. Allerdings wird der Sport daher an Wänden oder Felsen durchgeführt, die keine hohe Fallhöhe haben. Dadurch ist das Risiko einer Verletzung nicht ganz so enorm, aber dennoch vorhanden. Aus diesem Grund sollte man sich auf jeden Fall eine Bouldermatte kaufen, welche man unterlegen kann, um einen Sturz abzufangen.

Vor allem das Klettern an Naturfelsen kann gefährlich werden, wenn man zum Beispiel mit dem Kopf gegen den Felsen stößt. Daher macht es Sinn, beim Outdoor-Bouldern immer jemanden dabei zu haben, sollte so etwas tatsächlich geschehen. Geht man doch alleine, so sollte man eine Person darüber informieren, wo man Bouldern geht und wann man plant zurückzukehren. Anfänger sollten zu Beginn immer eine Begleitperson dabei haben oder unter der Anleitung eines Trainers starten.

Bouldern als Turniersport

Auch wenn das Bouldern in der Natur seinen Anfang genommen haben mag, so ist es heute ein echter Wettkampfsport. Es gibt Weltmeisterschaften und das IOC hatte sogar entschieden, dass Bouldern als Teil des Klettersports 2020 olympisch werden sollte. Dies muss nun auf das Jahr 2021 verschoben werden. Bekannt und beliebt ist zudem der Bouldern-Worldcup. Die Bouldern-Wettkämpfe erfreuen sich an einer großen Beliebtheit. So sieht man den Sport auch des Öfteren im deutschen Sport-TV und die Events sind stets gut mit Zuschauern besucht.

Das Fazit zum Bouldern

Das Bouldern hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen und dieser Trend dürfte auch in der Zukunft anhalten. Viele Menschen entdecken den Klettersport für sich. Das Bouldern bietet dabei auch eine gute Alternative für Leute die Höhenangst haben. Man braucht nicht viel Geld, um den Sport ausüben zu können, da die Ausrüstung bezahlbar ist. Die Wettkämpfe sind zudem sehr spannend gestaltet.

Das dynamische Klettern zieht viele Zuschauer in seinen Bann und somit ist es kein Wunder, dass diese Disziplin auch bald bei den Olympischen Spielen untergebracht wird. Mittlerweile gibt es in Deutschland auch viele künstliche Kletterwänden, an denen man unter der Anleitung von Profis trainieren kann. Allerdings gibt es viele Orte in der Natur, an denen man das Bouldern durchführen kann.

Das Fazit zum Bouldern fällt durchaus positiv aus, denn es handelt sich um eine Sportart mit großem Potenzial für die Zukunft.

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